Schule
Verhaltensvereinbarungen
Die Verhaltensvereinbarungen sind ein gemeinsamer Kodex für alle Erwachsenen, die mit Kindern arbeiten – also für Lehrkräfte sowie alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darin ist festgehalten, wie wir uns verhalten, um die Kinder bestmöglich zu schützen.
Die Verhaltensvereinbarungen helfen uns dabei, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass unsere Schule ein sicherer Ort für alle bleibt. Unser ausführliches Kinderschutzkonzept kann jederzeit in der Direktion eingesehen werden.
So schaffen wir ein Umfeld, in dem sich Kinder frei entfalten, wohlfühlen und glücklich aufwachsen können!
Für Kinder
Mit diesen Verhaltensvereinbarungen zeigen wir dir, welche Rechte du hast, was du tun darfst – und wie du dich und andere schützen kannst. Sie helfen uns allen, dass unsere Schule ein Ort bleibt, an dem du glücklich wachsen kannst. Denn: Du bist wichtig. Du wirst gehört. Und du bist nicht allein.
- Ich behandle andere so, wie ich selbst behandelt werden möchte – freundlich, hilfsbereit und ohne Gewalt.
- Ich darf Gefühle haben und respektiere die Gefühle von anderen – ich lerne, meine Gefühle zu erkennen, über sie zu sprechen und mit ihnen angemessen umzugehen.
- Ich kenne meinen ICH-Raum und respektiere den ICH-Raum von anderen.
- Ich sage Stopp oder Nein, wenn mir etwas unangenehm ist oder sich nicht gut anfühlt – das ist mein gutes Recht.
- Ich höre zu, wenn jemand mit mir spricht, und lasse andere ausreden.
- Ich kann meine Meinung vertreten - ich darf mitentscheiden und mich einbringen – in der Klasse und in Kinderkonferenzen.
- Ich vertraue mich einer Lehrperson oder einer anderen erwachsenen Person an, wenn mir etwas Sorgen macht – auch wenn es schwerfällt.
- Ich weiß: Kein Geheimnis ist so schlimm, dass ich es nicht erzählen darf. Wenn mir etwas komisch vorkommt, rede ich darüber.
- Ich achte auf meinen Körper und meine Gefühle – sie zeigen mir, was gut oder nicht gut für mich ist.
- Ich helfe mit, dass sich alle wohlfühlen - ich bin freundlich, hilfsbereit und lasse andere mitspielen/mitmachen.
- Ich fühle mich sicher, wenn ich mit einem Erwachsenen in der Schule lerne. Die Erwachsenen verhalten sich achtsam – besonders, wenn wir allein miteinander sprechen oder arbeiten.
- Ich hole Hilfe, wenn ich sehe, dass jemand geärgert oder verletzt wird – auch wenn ich selbst nicht betroffen bin.
Für Pädagog:innen und Mitarbeitende
Alle Pädagog:innen tragen eine besondere Verantwortung für das Wohl und den Schutz der Kinder. Sie gestalten den Schulalltag professionell, empathisch und im Sinne einer achtsamen und sicheren Lernumgebung.
- Ich schaffe eine Atmosphäre der Sicherheit, des Vertrauens und der Offenheit.
- Ich bin mir meiner Vorbildwirkung bewusst und achte auf eine respektvolle, wertschätzende Sprache und Haltung.
- Ich höre aufmerksam zu, zeige Interesse und bin präsent im Kontakt mit den Kindern.
- Ich bin aufmerksam gegenüber möglichen Veränderungen im Verhalten des Kindes (z.B. Anzeichen von Gefährdung oder Belastung).
- Ich bemühe mich um eine aufrichtige Beziehungs- und Kontaktgestaltung, die Nähe und Schutz gleichermaßen ermöglicht.
- Ich wahre die Grenzen der Kinder – körperlich, sprachlich und emotional.
- Ich gehe mit emotional herausfordernden Situationen der Kinder empathisch, professionell und unterstützend um.
- Ich ziehe bei Problemen oder Krisenfällen frühzeitig das Kinderschutz-Team sowie die Schulleitung hinzu – Entscheidungen werden gemeinsam und im Sinne des Kindes getroffen.
Für Eltern und Erziehungsberechtigte
Eltern und Erziehungsberechtigte sind wichtige Partner:innen im Schulalltag. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Schule schaffen wir gemeinsam einen sicheren Raum, in dem sich Kinder wohlfühlen, selbstbewusst entwickeln und mit Freude lernen können.
- Ich stärke den Selbstwert meines Kindes, indem ich es ermutige, lobe und ihm Vertrauen schenke.
- Ich bin mir meiner Vorbildwirkung bewusst – durch mein Verhalten, meine Sprache und meinen Umgang mit anderen.
- Ich höre meinem Kind aufmerksam zu, nehme seine Sorgen und Gefühle ernst und schenke ihm Zeit und Zuwendung.
- Ich fördere die Eigenständigkeit meines Kindes, indem ich es altersgemäß mitbestimmen lasse und ihm Verantwortung zutraue.
- Ich unterstütze mein Kind dabei, seine Gefühle auszudrücken und Konflikte gewaltfrei zu lösen.
- Ich achte darauf, dass mein Kind über seine Rechte und Pflichten Bescheid weiß und dass es weiß, dass es Hilfe holen darf.
- Ich arbeite offen und respektvoll mit der Schule zusammen, zum Wohle meines Kindes und der gesamten Schulgemeinschaft.
- Ich interessiere mich für das schulische Leben meines Kindes, halte Kontakt mit den Lehrpersonen und nehme an Gesprächen teil.
- Ich nehme Veränderungen im Verhalten meines Kindes ernst und suche bei Bedarf gemeinsam mit der Schule nach Lösungen.
- Ich trage dazu bei, dass die Schule ein sicherer und wertschätzender Ort für alle Kinder ist.
Unser Ziel
Eine Schule, in der sich alle Kinder sicher und angenommen fühlen. Ein Ort, an dem sie lernen, spielen und wachsen können – frei, mutig und glücklich.